Ihr seht einen Menschen das erste mal, ihr redet nicht mit ihm, ihr seht ihn nur und ihr spürt etwas, fühlt euch zu ihm hingezogen, würdet man liebsten zu ihm hinrennen, ihn in den Arm nehmen, seine Nähe spüren, seinen Geruch wahrnehmen und seinen Herzschlag spüren, ihr wisst von Freunden gerade mal wie er heißt sonst wisst ihr nichts über ihn, kennt ihr das? Wisst ihr wie es sich anfühlt? Es ist keine Spinnerei oder so etwas, ihr wünscht euch ihn wieder zu sehen, ihn kennen zu lernen, ja ihn vielleicht sogar lieben zu lernen, seine Lippen auf euren zu spüren, ihn danach anzuschauen und sein lächeln zu bewundern, weil er genauso fühlt wie ihr. Ihr müsst ständig an ihn denken, guckt euch ständig seine Bilder bei Facebook an und müsst anfangen zu lächeln, wenn ihr seinen Namen lest, ja ihr träumt sogar hin und wieder von ihm. Aber letztendlich weiß er wahrscheinlich nicht mal das es euch gibt und schon gar nicht was in euch vor geht, wahrscheinlich hat er euch nicht einmal gesehen an diesem Abend, doch dieses Gefühl ist nicht schön, ihr sucht nach Tagen an denen es wieder Veranstaltungen gibt, bei denen ihr wisst das er auch da ist und freut euch jetzt schon drauf, über einen Monat vorher, auch wenn er euch vielleicht wieder nicht sehen wird, aber ihr seht ihn und das ist das einzige was ihr im Moment wollt, ihn wieder sehen und die Chance zu bekommen das er euch auch wahrnimmt.
Montag, 29. Oktober 2012
Sonntag, 7. Oktober 2012
Ich will nicht das du mir schreibst, das du dir Sorgen um mich machst, ich will das du hier bist, mich in den Arm nimmst, mich einfach nur in den Arm nimmst. Das du mich anguckst und mir sagst das wir das alles schaffen. Ich will in deinen Armen liegen und dir alles erzählen, ja du wärst der einzige dem ich alles erzählen könnte. Was alles mit Kevin passiert ist, was ich fühle, du würdest mich verstehen wenn ich dir erzählen würde, wie leer ich mich innerlich fühle, wie ich versuche das riesige Loch mit Essen zu stopfen. Ich würde dir erzählen das ich mich wieder selbst verletzt hab, nicht damit du dir noch mehr Sorgen machst, sondern damit du mir wieder sagst das wir das zusammen schaffen, so wie wir das schon mal zusammen geschafft haben. Das ich mit meinem Bruder nicht mehr klar komme, das ich am liebsten hätte, das er weg ist. Das mit 'Opa', das ich wirklich dachte er hätte sich nach der Herz OP geändert, ich mein er hat mir doch im Krankenhaus unter Tränen gesagt, das ich zu wenig da war die letzte Zeit, das ich nur deswegen so oft es ging mit zu ihm gefahren bin und das er jetzt wieder genauso ist wie vorher. Das er schon in der Reha hat wieder durchblicken lassen, das mein Bruder sein Liebling ist. 'Weißt du noch wie wir immer mit dem Fahrrad unterwegs waren und wie viel Spaß wir immer hatten Niklas?' frage er meinen Bruder mit einem Grinsen im Gesicht, zu mir meinte er nur 'und weißt du noch wie du mit dem Fahrrad hingefallen bist und geschrieen hast wie am Spieß? Du hast nicht mal mit mir geredet, sondern nur geschrieen!' sagte er fast wütend. Ja, das weiß ich noch, doch weiß du auch noch das wir auch ziemlich viel Spaß zusammen hatten, bevor mein Bruder auf die Welt kam? Bevor ich dir egal geworden bin? weißt du das noch?! Gedanken die ich Opa gegenüber nie äußern würde, aber dir, dir würde ich das alles erzählen, wahrscheinlich würden mir die Tränen kommen, weil ich endlich jemanden erzählen kann wie schlecht es mir geht, weil ich endlich nicht mehr dieses scheiß Lächeln aufsetzen muss, weil es sich gut anfühlt reden zu können. Du würdest mich in den Arm nehmen, mir sagen das ich aufhören soll zu weinen und mir einen Kuss geben, vielleicht nur auf die Wange oder auf die Stirn, doch das würde mir in dem Moment mehr bedeuten als alles andere.
Da im Fernsehn meiner Meinung nach im Moment nur noch Müll läuft, gerade Abends, habe ich mir einen Film im Internet angeguckt. Uns trennt das Leben heißt er. Es ist ein Drama, ich hatte Lust auf was trauriges, dieses Schnulzige kann ich mir nicht ewig angucken, ich könnte ja so schon kotzen wenn ich frisch verliebte Pärchen auf der Straße sehe und dann immer dieses Happy End zum Schluss, man weiß eigentlich schon am Anfang, wie der Film endet, weil es immer gleich ist. Es fing schon traurig an, ein 8-jähriger Junge tötet ein kleines Mädchen, ungefähr in seinem Alter. Es war keine Absicht, der Junge ist krank, psychisch krank. Er kommt in eine geschlossene Klinik, letztendlich klärt sich alles auf und irgendwie wird alles besser als vorher, außer natürlich für die Familie des toten Mädchens. Es ist traurig, das erst so etwas schlimmes passieren muss, damit manche ihre Augen öffnen und das Leben so sehen und wahrnehmen wie es ist, mit all den Vor- und Nachteilen, man muss es ja nicht lieben, aber irgendwann muss man es akzeptieren.
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